Vor Kurzem ist die Druckfassung der Dissertation unseres Vorstandsmitglieds Christoph Hönerlage – Professor für Gregorianik und Liturgiegesang an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg – im EOS-Verlag St. Ottilien erschienen.

Die 46 Gradualien des V. Modus aus dem fränkisch-karolingischen Kernrepertoire des Gregorianischen Chorals zeigen eine besondere Kompositionstechnik: Sie sind überwiegend aus rhythmisch-melodischen Formeln komponiert. Der Begriff für dieses Kompositionsverfahren lautet „Centonisation“. Bei der Untersuchung der Gradulien blieb bislang ungeklärt, warum und wozu der jeweilige Komponist dieselbe Formel oder Formelkombination für unterschiedliche Texte einsetzte. Daher unternimmt die vorliegende Arbeit den Versuch, die Gradualien als Einheit von Wort und Ton zu analysieren und ebenso als Einheit von Responsum und Vers. Die Erweiterung der Analysemethoden insbesondere durch die patristische Exegese wirft auf das Kompositionsprinzip der Centonisation neues Licht. (Verlagstext)

Christoph Hönerlage:
Centonisation als Interpretation.
Formelfunktionen und Wort-Ton-Verhältnis in den Gradualien des V. Modus.
EOS Verlag St. Ottilien 2020.
ISBN 978-3-8306-8037-6.

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