Literatur zum Gregorianischen Choral (Auswahl)

Standardwerke der semiologischen Forschung


Eugène Cardine,
Gregorianische Semiologie,
in Zusammenarbeit mit Godehard Joppich und Rupert Fischer, Rom 1968, s. dazu die deutsche Übersetzung von Johanna Grüger, Solesmes 2003.
Luigi Agustoni / Johannes Berchmans Göschl,
Einführung in die Interpretation des Gregorianischen Chorals.
Band 1: Grundlagen (1987); Band 2/I: Ästhetik (1992) und Band 2/II: Ästhetik (1992). ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg.
Diese Publikation gehört zu den Standardwerken der semiologischen Forschung in deutscher Sprache. Die Autoren möchten "einen möglichst umfassenden Einblick in den gegenwärtigen Stand der semiologischen Forschung vermitteln, dies jedoch mit einer eindeutig praktisch und musikalisch-künstlerisch ausgerichteten Akzentsetzung" (Band 1: S. 8). Das Werk versteht sich als eine umfassende Interpretationslehre auf der Basis des semiologischen Befundes. Grundkenntnisse des mittelalterlichen Latein, der Liturgie und der Formenlehre und Geschichte des Gregorianischen Chorals werden vorausgesetzt.


Periodika und Reihen


Beiträge zur Gregorianik.
Herausgegeben von Christian Dostal, Johannes Berchmans Göschl, Stefan Klöckner, Franz Karl Praßl, Heinrich Rumphorst, Stephan Zippe, ConBrio Verlagsgesellschaft Regensburg.
Die Beiträge zur Gregorianik erscheinen halbjährlich. Sie dokumentieren den Forschungsstand im Bereich des Gregorianischen Chorals (v. a. im Hinblick auf die gregorianische Semiologie) und stellen eine wertvolle Handreichung für die Praxis der Scholasänger und -leiter/innen dar. Seit Heft 21 (Sommer 1996) werden die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten Vorschläge zur Restitution von Melodien des G Graduale Romanum in den Beiträgen veröffentlicht.
Studi Gregoriani.
Pubblicazione annuale diretta da Nino Albarosa. Associazione Internazionale Studi di Canto Gregoriano. Editrice Torre D'Orfeo, Roma.
Die Studi Gregoriani sind ein jährlich erscheinendes Periodikum in italienischer Sprache, das herausgegeben wird von der italienischen Sektion der AISCGre und wissenschaftliche Beiträge aus dem Bereich des Gregorianischen Chorals und der musikalischen Paläographie enthält.
Die Inhaltsangabe der ersten Hefte der Studi Gregoriani ist in den Beiträgen zur Gregorianik, Heft 21, S. 97f. abgedruckt. In den weiteren Nummern der Beiträge zur Gregorianik wird der Inhalt der Studi Gregoriani stets zusammenfassend angegeben.
Subsidia Gregoriana.
Publikation in Verbindung mit den Etudes Gregoriennes; beispielsweise Nr. 5: Dominique Fournier, Concordance textuelle du Graduale Romanum Triplex et des versets de l'Offertoriale Triplex, Solesmes 1996. – Abbaye Saint-Pierre, F-72 300 Solesmes, Frankreich (ISBN 2-85274-176-8. 498).
Codices Gregoriani.
Associazione Internazionale Studi di Canto Gregoriano.
Codices Gregoriani, a cura di Nino Albarosa e Alberto Turco. Facsimileausgaben.


Festschriften, Handbücher, Monographien und Aufsätze


Stefan Klöckner,
Handbuch Gegorianik: Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis des Gregorianischen Chorals,
Regensburg 2013.
Christian Troelsgård,
Byzantine Neumes. A New Introduction to the Middle Byzantine Musical Notation,
Kopenhagen 2011.
Charles Maria Atkinson,
The Critical Nexus, Tone-System, Mode, and Notation in Early Medieval Music,
Oxford 2009.
Frater Gregor Baumhof OSB,
Gesänge der Stille.
Mit dem Gregorianischen Choral meditieren. Ein Übungsbuch mit CD.
Kösel-Verlag, München 2006 (ISBN 3-466-36721-4.)
Frater Gregor Baumhof OSB,
Gesänge von Licht und Leben.
Mit dem gregorianischen Choral Tod und Auferstehung meditieren. Ein Übungsbuch mit CD.
Kösel-Verlag, München 2010 (ISBN 978-3-466-36834-1.)
Internet: www.gregorianik.org/gesaengevonlichtundleben.htm
Frater Gregor Baumhof OSB,
Gesänge der Hoffnung.
Mit dem gregorianischen Choral den Glauben meditieren. Ein Übungsbuch mit CD.
Kösel-Verlag, München 2013 (ISBN 978-3-466-37080-1.)
Musicologia Austriaca,
Jahresschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft

Heft 14/15: Gregorianik, Studien zu Notation und Aufführungspraxis,
herausgegeben von Thomas Hochradner und Franz Karl Praßl, Wien 1996
Alberto Turco,
Il Canto Gregoriano.
Vol. I: Nozioni Fondamentali e Neumologia. Vol. II: Toni e Modi. Edizioni Torre D'Orfeo, Roma 1996.
Dritte, überarbeitete Auflage dieser Einführung in den Gregorianischen Choral in italienischer Sprache. Turco ist ausgewiesener Experte auf dem Feld der Modologie. Band 1 beinhaltet eine allgemeine Einführung und die Neumenlehre; Band 2 widmet sich sehr ausführlich und fundiert der Modologie.
Die geistlichen Spiele des Sterzinger Spielarchivs.
Herausgegeben von Andreas Traub, Band 6,2: Kommentar zur Edition der Melodien, Bern 1996
Stiftsbibliothek Sankt Gallen Codices 484 & 381
Das Buch ist eine kommentierte Faksimileausgabe der beiden Handschriften, herausgegeben von Wulf Arlt und Susan Rankin unter Mitarbeit von Cristina Hospenthal, 3 Bände, mit deutsch- und englischsprachigen Kommentaren, II: Codex Sangallensis 484, III: Codex Sangallensis 381, Winterthur, 1996.
Requirentes modos musicos. Mélanges offerts à Dom Jean Claire
herausgegeben von Dom Daniel Saulnier unter Mitarbeit von Madame Micheline Albert, Solesmes 1995.
Martin Czernin,
A Monastic Breviary of Austrian Provenance:
Linz, Bundesstaatliche Studienbibliothek 290 (183). Printouts from an Index in Machine-Readable Form (Musicological Studies, Band LV l 3), Ottawa in Kanada 1995 (ISBN 0-931902-96-7).
Christoph Münch,
Musikzeugnisse der Reichsabtei Lorsch.
Die Veröffentlichung stellt eine Untersuchung der Lorscher musikalischen Handschriften in der Bibliotheca Palatina der Vatikanischen Bibliothek dar, herausgegeben vom Heimat- und Kulturverein Lorsch (ebenfalls Magisterarbeit Heidelberg 1992), Lorsch 1993.
David Hiley,
Western Plainchant. A Handbook.
Clarendon Press, Oxford 1993.
Bernhard Schmid,
„Deutscher Liturgiegesang“, in: Musik im Gottesdienst. Ein Handbuch zur Grundausbildung in der katholischen Kirchenmusik, herausgegeben von Hans Musch, Band 1: Historische Grundlagen. Liturgik. Liturgiegesang, herausgegeben von Hans Musch, Regensburg 1993 (5. unveränderte Auflage), S. 359-474.
Ut Mens Concordet Voci.
Festschrift für Eugène Cardine, herausgegeben von Johannes Berchmans Göschl. EOS Verlag, St. Ottilien 1980.
Diese Festschrift zum 75. Geburtstag des 'Vaters' der Gregorianischen Semiologie, Eugène Cardine, enthält zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und die Bibliographie von Eugène Cardine. Teil I: Akten zum zweiten Kongresses der AISCGre "Semiologia e interpretazione gregoriana". Teil II: Beiträge zur wissenschaftlichen Erforschung und Ästhetik des Gregorianischen Chorals.
Luigi Agustoni
in Zusammenarbeit mit Johannes B. Göschl, Godehard Joppich und Heinrich Rumphorst,
„Gregorianischer Choral“, in: Musik im Gottesdienst. Ein Handbuch zur Grundausbildung in der katholischen Kirchenmusik, herausgegeben von Hans Musch, Band 1: Historische Grundlagen. Liturgik. Liturgiegesang, herausgegeben von Hans Musch, Regensburg 1993 (5. unveränderte Auflage), S. 199-335 (zusätzlich ein Anhang mit 20 Seiten).
Dieses Handbuch zur Grundausbildung in der katholischen Kirchenmusik bietet eine konzise und kompetente Einführung in die Hauptbereiche der Kirchenmusik und ist ein Standardwerk nicht nur für (angehende) Kirchenmusiker. Der Beitrag von Agustoni in Zusammenarbeit mit Göschl, Joppich, Rumphorst wird auch als Grundlage für die „Einführung in die Interpretation des Gregorianischen Chorals“ von Agustoni und Göschl (s. oben) empfohlen.