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Textuelle du Graduale
Romanum Triplex et des Versets de L'Offertoriale Triplex.
Dominique Fournier
SUBSIDIA GREGORIANA, Publikation in Verbindung mit den Etudes Gregoriennes,
Nr. 5: Fr. Dominique Fournier, Textuelle du Graduale Romanum Triplex et
des Versets de L'Offertoriale Triplex, Solesmes 1996. Abbaye Saint-Pierre,
F-72 300 Solesmes, France. ISBN 2-85274-176-8. 498 Seiten DIN A 4 - Querformat,
Spiralbindung.
Es gibt Bücher, bei deren Erscheinen man sagt: "Warum nicht eher? - Es
hätte einem viel Arbeit erspart bzw. manche Einsicht ermöglicht!" Zu diesen
gehört das hier genannte, das seit langem ein Desiderat ist. Man kann
nur hoffen, daß sehr bald nach dem Erscheinen des neuen Antiphonale Romanum
auch für dieses eine gleiche Zusammenstellung herausgegeben wird.
Das vorliegende Werk erleichtert eine Fülle von Untersuchungen und Feststellungen,
die hier nicht im einzelnen beschrieben werden müssen.
Die Wortkonkordanz ist zusammengestellt für die Gesänge im Graduale Triplex
(1979), die durch das Sextuplex bezeugt sind. Nicht berücksichtigt sind
die neukomponierte Stücke und solche Texte, auf die Melodien des authentischen
Repertoires einfach übertragen wurden. Andererseits sind solche Gesänge
enthalten, die zwar nicht im Sextuplex angegeben sind, wohl aber in den
adiastematischen Handschriften mit Neumen erscheinen. Für das Offertoriale
Triplex (I985) ist die gleiche Einschränkung nicht gemacht. So ist z.B.
der Offertorialvers Velociter exaudi in der Konkordanz enthalten, obwohl
er im OT (52) ohne adiastem. Neumen steht und im Sextuplex nicht enthalten
ist.
Die Konkordanz legt ihre Angaben in sieben Kolumnen vor, die alphabetisch
angeordneten Einzelwörter stehen erst in der Kolumne 6. In der Reihenfolge
von links nach rechts erscheinen folgende Angaben: 1. Gesangsgattung (z.B.
IN für Introitus), 2. Incipit des Stückes, 3. Seite und Zeile des GT bzw.
OT (für die Offertorialverse), 4. Angabe der adiastematischen Handschrift,
aus der die Neumen in dem jeweiligen Buch der Quadratnotation hinzugefügt
sind (z.B. L.E für die Hss Laon und Einsiedeln), 5. und 7. der dem Wort
vorhergehende bzw. folgende Text, so daß das Einzelwort der Kolumne 6
in seinem Textzusammenhang erscheint.
Dabei sind durch den unterschiedlichen Druck dieses einen Wortes noch
folgende Angaben zusätzlich gegeben: Fettdruck bedeutet: Das Stück befindet
sich auch im Sextuplex. Ein kleiner Kreis (o) oben am Wort zeigt an, daß
das Stück im GT ohne Neumen ist, einfacher Kursivdruck gibt das Vorkommen
in einem Offertorialvers an. Normaldruck wie beim umgebenden Kontext bedeutet,
daß das Stück im Sextuplex nicht vorkommt. Eine zusätzliche Information
hat sich Fournier für die einsilbigen Wörter (z.B. a, et, sed) einfallen
lassen: Ein Sternchen (*) vor dem betreffenden Wort gibt an, daß es an
dieser Stelle mit drei oder mehr Noten verbunden ist.
Am Ende gibt ein Index Auskunft über die Häufigkeit eines jeden Wortes
in der Kankordanz, ein weiterer enthält die Incipits aller aufgenommenen
Stücke mit ihrer Seitenzahl in GT und OT. Alles in allem: Ein äußerst
nützliches und geradezu spannendes Nachschlagewerk, dem man weite Verbreitung
und reichen Gebrauch wünscht! Ob allerdings die Spiralbindung einem intensiven
Gebrauch standhält, muß ich schon jetzt in Zweifel ziehen.
Heinrich Rumphorst
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