Musicologica Austriaca,
Jahresschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft

Musicologia Austriaca, Jahresschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft, Heft 14/15: Gregorianik, Studien zu Notation und Aufführungspraxis, hrsg. von Thomas Hochradner und Franz Karl Praßl, Wien 1996.

Vor allem enthält der Doppelband von S. 9-191 etwa die Hälfte der Vorträge, die auf dem Kongreß der AISCGre in Wien vom 6. bis 9. Juni 1995 gehalten worden sind; S. 192-204 folgen Besprechungen von Veröffentlichungen österreichischer Kolleginnen und Kollegen sowie von Neuerscheinungen zur Musikgeschichte Österreichs. (Der andere Teil der Wiener Vorträge erscheint in den BzG, leider nicht in einem Sonderband. Die Gründe für diese Entscheidung waren: Die neue Konzeption dieser Zeitschrift sollte nicht so schnell nach ihrem Beginn geändert werden; für die Herausgabe eines Sonderheftes fehlten die finanziellen Mittel; die Zahl der Vorbestellungen beim Kongreß in Wien war zu gering.)

Die Musicologica Austriaca 14/15 enthalten: Franz Karl Praßl: Choralhandschriften österreichischer Augustinerchorherren im 12. Jahrhundert; Stefan Engels: Die Notation der liturgischen Handschriften aus Klosterneuburg; Andreas Traub: Der Gregorianische Choral und die Musiktheorie im 9. Jahrhundert; Alfons Kurris: Das Schriftbild im Codex Angelica; Daniel Saulnier: Die Handschrift von Mont-Renaud und ihre französischen Varianten; Josef Kohlhäufl: Die Tironischen Noten im Codex Laon 239. Ein Beitrag zur Paläographie der Litterae significativae; Andreas Rausch: Der Tonar des Bern von Reichenau und die süddeutsche Tradition; Ike de Loos: Das Antiphonarfragment Wien, ÖNB, Cod. ser. nov. 3645; Ike de Loos: Ein Beispiel der Computeranalyse mittelalterlicher Neumen: das Quilisrna im Antiphonar U 406 (12. Jh.); Zdenek Vasicek: Gregorianischer Choral als Bestandteil der Musikerziehung an Schulen. Versuch einer neuen Lehrmethode im böhmischen, mährischen und slowakischen Raum.

Heinrich Rumphorst